Sie äußerte sich vor Journalisten vor Beginn einer Vorbereitungskonferenz für den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Cancún (Mexiko). «Wir stellen ein steigendes Bewusstsein für die Dringlichkeit unter den Ländern fest», sagte Figueres.
Die Ausstattung der Entwicklungsländer sei der Schlüssel für Fortschritte. «Sie (die Länder) erwarten auch, dass das Geld neu und zusätzlich bereitgestellt wird», sagte Figueres auf Fragen, ob es nicht aus anderen Quellen, etwa der Entwicklungshilfe, stammen könnte. Dabei sei die Finanzkrise nur ein vorübergehendes Phänomen.
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen hatten die Staaten vereinbart, dass die reicheren den Entwicklungsländern kurz- und langfristig Geld überweisen, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Als Anschubfinanzierung sollen 30 Milliarden Dollar (23,4 Milliarden Euro) aufgebracht werden. Bis 2020 sollen es sogar 100 Milliarden Dollar im Jahr sein.
Zu der von der Schweiz und Mexiko ausgerichteten zweitägigen Konferenz, die nicht Teil der formellen Verhandlungen im Rahmen der UN-Klimakonvention ist und auf der keine Beschlüsse fallen, wurden rund 45 Länder eingeladen. Dabei geht es vor allem um diese Finanzierungen. Ob letztlich die 100 Milliarden reichen würden, werde die Zeit zeigen, sagte Figueres. «Aber diese Summe wäre nur das Minimum. Wir müssen sicherstellen, dass das Geld zusammen- und auf den Tisch kommt.»

