Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Weltweit
Seite empfehlen

Knapp 30 Staaten machen Front gegen EU-Klimaabgabe für Airlines (22.02.2012)

Mit scharfen Drohungen an die EU wollen knapp 30 Länder unter Führung Russlands die neue Klimaabgabe für Fluggesellschaften kippen. Brüssel hält am Emissionshandel fest. Die deutsche Branche ist alarmiert.

Moskau/Brüssel/Berlin - Der Streit um die neue Klimaabgabe der EU für Fluggesellschaften eskaliert: Unter Federführung Russlands verabschiedeten Delegationen aus 29 Ländern am Mittwoch einen Katalog mit Gegenmaßnahmen, sollten befürchtete Gebühren in Millionenhöhe nicht gekippt werden.

Die EU-Kommission in Brüssel will aber nicht einlenken und hält an der seit Jahresbeginn geltenden Einbeziehung des Luftverkehrs in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten fest. Die deutsche Luftfahrt warnt vor massiven Wettbewerbsverzerrungen. Moskau habe bereits ein Gesetz vorbereitet, das eine Beteiligung russischer Fluggesellschaften am EU-Handel mit Emissionszertifikaten verbiete, sagte Vize-Verkehrsminister Waleri Okulow nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Allein für russische Airlines bedeute die EU- Abgabe rund 20 bis 25 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr.

Flugzeug Bild: pixelio / Holger GraebnerAuch China, die USA und Indien laufen gegen die Gebühren Sturm. Russland droht etwa, die geplante Ausweitung der Überflugrechte über Sibirien zu reduzieren. Der «übereilte Beschluss» der EU führe zu höheren Ticketpreisen, da die Unternehmen die Kosten auf die Passagiere abschieben würden, hatte Russlands Verkehrsminister Igor Lewitin zuvor gesagt. «Das kann die Nachfrage reduzieren.» Außerdem sei undurchsichtig, wie die Klimagebühren verteilt werden sollten. Russland hoffe in dem Streit mit der Europäischen Union weiter auf eine konstruktive Lösung, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch.

Die EU-Kommission wies die Kritik scharf zurück. «Was die Welt jetzt braucht, ist mehr konkretes Handeln, um den Klimawandel anzugehen und nicht Erklärungen zu möglichen Gegenmaßnahmen», sagte der Sprecher von EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard in Brüssel.

Die deutsche Branche wertete die Moskauer Ankündigungen als «deutlichen Warnschuss gegen eine isolierte europäische Lösung». Es drohe eine extreme Schieflage, wenn europäische Airlines sowohl für CO2-Zertifikate zahlen als auch Sanktionen anderer Staaten hinnehmen müssten. Dies zeige, dass eine globale Lösung gefunden werden müsse, erklärten der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Spitzenverbände von Luftverkehr und Luftfahrtindustrie.

Die Lufthansa sprach von einer dramatischen Situation. «Um weiteren Schaden für den europäischen Luftverkehr zu vermeiden, muss der Emissionshandel bis zur Lösung des Konflikts ausgesetzt werden», sagte ein Sprecher. Seit 1. Januar müssen Fluggesellschaften für Flüge in, von und nach Europa Rechte zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) erwerben. Ein Großteil der Lizenzen wird kostenlos zugeteilt. Im April 2013 wird zum ersten Mal abgerechnet: Dann müssen die Fluggesellschaften nachweisen, dass sie genügend Genehmigungen besitzen. Sonst drohen Strafzahlungen von 100 Euro für jede Tonne CO2, für die keine Lizenz vorliegt.


Quelle: dpa



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


25.05.2012

EU-Kommissar: CO2-Grenzwerte für Autos nicht weiter absenken

Bonner UN-Konferenz lässt «Kyoto II» in der Schwebe

Brasiliens Präsidentin legt Teilveto gegen Waldgesetz ein

IEA: Global carbon-dioxide emissions increase by 1.0 Gt in 2011 to record high

Juwi will in der Pfalz ´Windgas` produzieren

Frankfurt will Europas Umwelthauptstadt werden

Ein Kilogramm Fleisch so klimaschädlich wie 1600 Kilometer autofahren

Studie: Energieversorger vor dem Umbruch

Wie schnell geht der Ausstieg aus der Kohle?

24.05.2012

Bericht der Umweltorganisationen: Klimawandel bringt irreparable Folgen

GSL: Ökostrommenge hat sich 2011 mehr als verdoppelt

Studie in den Alpen: Keine Zunahme bei Temperaturschwankungen

Erderwärmung gefährdet die großen Meeres-Schildkröten

Bayern: Zuschüsse für kommunale Energiekonzepte

RWE unterzeichnet Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Mehr Steuerförderung für E-Autos - Kabinett billigt Gesetzentwurf

Strengere Grenzwerte für Schiffsabgase gefordert

NABU fordert stärkere Anreize zur Gebäudesanierung - Studie zum Finanzierungsbedarf

23.05.2012

Brüssel veröffentlicht Leitlinien für Kompensation von Strommehrkosten aus Emissionshandel

Eon-Chef Teyssen: 50 Prozent CO2-Einsparung bis 2030 möglich

Stromspender wird zum Riff - Taschenkrebse lieben Windparks

Ramsauer schließt Korrekturen bei Ticketsteuer nicht aus

Bayerische Börse beendet Handel mit CO2-Zertifikaten

´Nanobäumchen` verbilligen Wasserstoff-Gewinnung

Alternative Antriebe: Wissenschaftler erforschen neuen Wasserstoff-Festspeicher

Studie: Stromverbrauch von Rechenzentren sinkt

Solarstrom: Kosten oft bereits unter Endkundenpreis

22.05.2012

Röttgens Abschied - Gauck: Beim Klimaschutz dicke Bretter bohren

Siemens übertrifft seine Nachhaltigkeitsziele

Berliner Informationsstelle Klimaschutz startet Expertenforum

Anpassung an den Klimawandel: Handbuch für den Ostseeraum entwickelt

Altmaier muss Energiewende anschieben

21.05.2012

USA: Hohe Strafzölle für Solarmodule aus China - Erfolg für Solarworld

Österreichische CO2 Registerservicestelle wird aufgelöst

DIW Berlin: Stromnetze mit Bedacht erneuern

Weitere Zinssenkungen der KfW

KfW: Studie über Baseline Ansätze im CDM veröffentlicht

EU-Kommissar für Energieministerium in Berlin

Polen: Stadt will AKW als Ersatz für Kohlekraftwerk

«Rio+20»-Umweltgipfel - Mogelpackung oder Zukunftschance?

20.05.2012

23. Mai: öffentliche Anhörung zur Anhebung des europäischen Klimaziels