Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Weltweit
Seite empfehlen

Studie: «Green Economy» könnte Millionen Arbeitsplätze schaffen (31.05.2012)

Bild: Pixelio/ggrreettaaBei den erneuerbaren Energien hat es sich bereits erwiesen: Umweltgerechtes Wirtschaften kann zur Jobmaschine werden. UN-Experten plädieren für gezielte «grüne» Milliarden-Investitionen.

Genf - Durch eine konsequente Ausrichtung der Wirtschaft an Umweltbedürfnissen könnten nach Ansicht von UN-Experten vor allem in Entwicklungsländern Millionen von neuen Arbeitsplätzen entstehen. Knapp drei Wochen vor dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel «Rio+20» plädieren sie deshalb in einer am Donnerstag in Genf vorgelegten Studie für einen umfassenden Übergang zur «Green Economy».

green economy q unepWeltweit könnten dadurch innerhalb von zwei Jahrzehnten mindestens 15 Millionen, möglicherweise sogar bis zu 60 Millionen zusätzliche Jobs geschaffen werden, heißt es in der Untersuchung. Sie wurde in Auftrag gegeben von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

«Das bisherige Modell der Entwicklung hat sich als ineffizient und nicht nachhaltig erwiesen, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Volkswirtschaften und die Gesellschaften», erklärte ILO-Generaldirektor Juan Somavia. «Wir müssen den Weg nachhaltiger Entwicklung einschlagen, wobei im Mittelpunkt politischer Maßnahmen die Menschen und die Erde stehen.» Laut UNEP-Direktor Achim Steiner bietet die Studie für «Rio+20» eine «positive Botschaft von Möglichkeiten in einer Welt voller Herausforderungen».

Vier Jahre nach einer ersten Studie zu den Chancen umweltgerechten Wirtschaftens stellen die Autoren fest, dass dadurch nachweislich bereits Millionen von Jobs geschaffen wurden, vor allem in der Land-, Wald- und Fischwirtschaft, im Energiesektor, beim Recycling sowie im Bau- und Transportwesen. Herausragend sei der Sektor der erneuerbaren Energien, wo heute weltweit fast fünf Millionen Menschen beschäftigt seien.

Dies entspreche einer Verdoppelung der Arbeitsplatzzahl gegenüber dem Jahr 2006. Die Studie führt zahlreiche konkrete Beispiele aus vielen Wirtschaftszweigen und Ländern an, die zeigen würden, wie «Green Economy» Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermögliche.

ILO und UNEP plädieren für zielgerichtete «grüne» Milliarden-Investitionen. Als eines der Vorbilder nennt die Studie Förderprogramme für energie-effiziente Gebäude in Deutschland. Dadurch seien auch große Investitionssummen der Wirtschaft mobilisiert worden, die schließlich nicht nur zur Reduzierung von Energiekosten und Schadstoff-Emissionen, sondern auch zur Schaffung von rund 300 000 Arbeitsplätzen geführt hätten.

Neben den beiden UN-Organisationen befürworten auch Internationale Organisation von Arbeitgebern (IOE) und der Internationale Gewerkschaftskongress (ITUC), die an der Studie beteiligt waren, den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise als Antwort auf Krisen und knapper werdende Ressourcen. Angetrieben durch öffentliche und private Investitionen in nachhaltige Produktionsweisen könnte «Green Economy» - so die Studie - weltweit zu größerem Wohlstand für die Menschen führen, soziale Gerechtigkeit erhöhen sowie Umweltrisiken und Ressourcenknappheit verringern helfen.


Von Thomas Burmeister, dpa

© Bild: Pixelio/ggrreettaa

© green economy q unep



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


25.05.2013

VDA fordert Geduld bei Elektroautos

24.05.2013

27.-28.06.2013 eMobility Summit

Bessere Aussichten für Solarenergie durch trockengekühlte Energieerzeugung

WWF fordert Vorfahrt für die Elektromobilität

IEA: Kosten der Energiewende begrenzen und fair verteilen

Der lange Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

CO2 - Marktbericht vom 24.05.2013

23.05.2013

Klimawandel schreitet langsam, aber stetig voran

Fraunhofer-Institut entwickelt Solarzelle mit 43,6 Prozent Wirkungsgrad

Umfrage: Unternehmen unterschätzen das Potenzial des Pkw-Labels

Kretschmann lobt Energiewende als ökonomisches Erfolgsmodell

Energieunternehmen fordern Politik zum Handeln auf

Wachstum oder Klimaschutz - EU-Vorstöße in der Energiepolitik

Chinas Solarhersteller werfen EU Protektionismus vor

CO2 - Marktbericht vom 23.05.2013

22.05.2013

Österreichs Grüne kritisieren Novellierung des Klimaschutzgesetzes

01.-02.06 2013: Umweltfestival in Berlin

EU-Parlament will verpflichtenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix ab 2030

VCD und DUH werfen Autoherstellern vor bei Klimaanlagen zu tricksen

CO2 - Marktbericht vom 22.05.2013

21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild