Als Folge des Reaktorunglücks in Fukushima hat die Bundesrgierung im Juni 2011 ein ambitioniertes Energie- und Klimakonzept beschlossen. Ein Jahr danach zeigt der Vortrag die Chancen auf, die sich mit der Energiewende für das Energie- und Technologieland Deutschland verbinden, beschäftigt sich mit den zahlreichen Herausforderungen und "Flaschenhälsen" und analysiert die bis heute erreichten Fortschritte.
Für das Gelingen des anstehenden Transformationsprozesses - so die zentrale These - ist insbesondere die intelligente Bündelung von technischen, infrastrukturellen und sozialen Innovationen notwendig.
Prof. Dr. Manfred Fischedick ist Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH. Der promovierte Verfahrenstechniker ist Mitglied zahlreicher Gremien in Wissenschaft und Politik sowie außerplanmäßiger Professor der Schumpeter School of Business and Economics an der Bergischen Universität Wuppertal.
Der Vortrag findet statt im Rahmen der Akademievorlesungen April - Juli 2012 "Die Energiewende: Handicap oder Chance?" der Akademie der Wissenschafen in Hamburg: Der globale Energiebedarf wird sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln. Deutschland hat beschlossen, den Energiekonsum und die hierdurch emittierten Treibhausgase drastisch zu reduzieren. Der deutsche Primärenergieverbrauch soll sich bis 2050 halbieren, die äquivalenten CO2 Emissionen sollen sogar auf 20% der Emissionen in 1990 abgesenkt werden.
Wie realistisch ist dieses Ziel, wenn man den Ausstieg aus der Kernenergie und die steigenden Kosten für die Erschließung der regenerativen Energien berücksichtigt? Welche Rolle spielt die Energie überhaupt in der modernen Gesellschaft? Ist die zukünftige Energieversorgung gesichert und wie sieht sie aus? Können Kraftstoffe der dritten Generation das Treibstoffproblem lösen? Was können wir von der Natur lernen? Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven gehen Experten diesen und weiteren Fragen in der Vorlesungsreihe nach.
Hinweise zur Teilnahme: Der Eintritt ist frei.

