Untersucht werden alle deutschen Millionenstädte wie Berlin, Hamburg und München sowie jeweils eine Vertreterstadt der deutschen Metropolregionen Bremen, Hannover, Nürnberg, Rhein-Main (Frankfurt), Rhein-Neckar (Mannheim), Rhein-Ruhr (Essen und Köln), das Sachsendreieck (Leipzig) und Stuttgart.
Zusammengefasst werden die Ergebnisse im so genannten German Green City Index, der die Rangfolge der grünsten Städte Deutschlands zeigt. Der Index untergliedert sich in acht verschiedene Bereiche wie beispielsweise Energie, Verkehr, Luft und Wasser. Mit Hilfe des German Green City Index können Stadtverwaltungen oder auch Politiker die Leistungen der eigenen Stadt im Klima- und Umweltschutz mit denen anderer deutscher Städte vergleichen und so voneinander lernen. Das Ergebnis der Studie wird voraussichtlich Ende des Jahres 2010 veröffentlicht.
„Die Ergebnisse der Studie werden Leipzig helfen, ihre individuellen Herausforderungen beim Klima- und Umweltschutz besser zu verstehen und anzugehen. Auf Basis der Ergebnisse dieser Studie können wir die Städte mit unserer einmaligen Expertise bei urbanen Infrastrukturlösungen hervorragend unterstützen“, sagte Frank Stelzner, Leiter der Siemens Niederlassung Leipzig.
Der German Green City Index bewertet jede Stadt in acht Bereichen: CO2-Emissionen, Energie, Gebäude, Verkehr, Wasser, Abfall & Landnutzung, Luftqualität sowie Umweltmanagement. Diesen Bereichen wiederum liegen 30 Einzelindikatoren zugrunde – 16 quantitative Indikatoren, die die aktuelle Situation analysieren, sowie 14 qualitative Indikatoren, die die Anstrengungen einer Stadt bewerten, ihren Umwelteinfluss zu reduzieren.
Der German Green City Index ist eine Studie in der Reihe der „Green City Indizes“ von Siemens und der Economist Intelligence Unit. Über 100 der wichtigsten Metropolen der Welt werden als Teil des gesamten Projekts untersucht. 2009 stellte Siemens bereits den European Green City Index vor – ein Vergleich von 30 europäischen Metropolen. Weitere Studien sind für Asien, Afrika und Lateinamerika geplant.
Der weltweite Kampf gegen den Klimawandel wird in den Städten entschieden. Städte bedecken nur ein Prozent der Erde, verschlingen aber 75 Prozent der eingesetzten Energie und stoßen rund 80 Prozent aller klimaschädlichen Gase aus. Mehr als die Hälfte der Menschen wohnt bereits heute in Städten. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. 2050 werden 70 Prozent der Menschheit in den Metropolen der Welt leben. Entsprechend werden deren Wirtschaftsleistung und Energiebedarf erheblich zunehmen. Daher werden Städte massiv in den Ausbau ihrer Infrastrukturen investieren müssen. Dabei setzen sie verstärkt auf nachhaltige und umweltschonende Lösungen, um ihre eigenen und die Klimaziele ihrer jeweiligen Länder zu erreichen.
Nach Analysen der Beratungsgesellschaft Booz, Allan & Hamilton werden die Städte in den kommenden 25 Jahren weltweit rund 27 Billionen Euro in den Ausbau von Wasser, Elektrizitätsund Transportsysteme investieren. In Deutschland rechnet das Deutsche Institut für Urbanistik bis 2020 mit kommunalen Investitionen von mehr als 700 Milliarden Euro.
Siemens sieht sich bestens positioniert bei klimafreundlichen Infrastrukturlösungen für Städte. Das Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich mehr als 25 Milliarden Euro mit seinem Umweltportfolio umsetzen. Bestandteil des Umweltportfolios sind beispielsweise Leuchtdioden (LEDs) der Siemens-Tochter Osram. So verbrauchen Ampelanlagen in Berlin, aber auch in Leipzig nach dem Austausch herkömmlicher Leuchten durch Osram-LEDs etwa 80 Prozent weniger Strom. Eine Großstadt mit 700 Kreuzungen spart so jährlich mehr als eine Million Euro.
Weitere Informationen: siemens.com/greencityindex

