Dies geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt wurde, hervor.
Einkommensschwächere Haushalte müssen einen bis zu zehn Mal so hohen Anteil am Haushaltseinkommen hierfür aufwenden als einkommensstärkere. Die EEG-Umlage habe damit eine unter Verteilungsgesichtspunkten eher unerwünschte regressive Wirkung. Allein im Jahr 2011 wurden zusätzlich zum Stromwert Subventionen in Höhe von rund 13 Milliarden Euro gezahlt. Für die Stromkunden bedeute dies bei wenigen Ausnahmen Mehrkosten von fast 3,6 Cent je Kilowattstunde, was sich für einen typischen Haushalt auf gut 125 Euro im Jahr summieren kann, so die Autoren der Studie.Die große Gefahr der aktuellen Fördersystematik sei es, dass der Anteil außermarktlich erzeugten Stroms bei einem entsprechend der Energiewende geplanten Anwachsen der erneuerbaren Energien immer weiter steigt und damit die Kräfte des Wettbewerbs im EEG nur sehr eingeschränkt wirken können. Diese Wettbewerbskräfte seien jedoch notwendig, um die Energiewende ohne überhöhte Kosten gestalten und auch erneuerbaren Strom möglichst effizient zur Verfügung stellen zu können.
Für die Zukunft sei es daher entscheidend, die Marktintegration der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Aus Sicht der Autoren ist die Reduktion von Fördersätzen hierfür ein erster wichtiger Schritt. Darüber hinaus seien Versteigerungsmodelle innerhalb des EEG oder Quotenmodelle grundlegendere Alternativen.
Die Studie kann unter http://www.iwkoeln.de/de/studien/gutachten/beitrag/85321 heruntergeladen werden.

