Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Seite empfehlen

DIW Berlin: Stromnetze mit Bedacht erneuern (21.05.2012)

Die Modernisierung und der Ausbau der Stromübertragungsnetze kommen in Deutschland langsam, aber kontinuierlich voran. Kurzfristig wird es keine Netzlücken geben, trotz des Atomausstiegs.

  „Es ist genug Zeit, den weiteren Netzausbau gründlich zu planen“, sagt Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Ohne Eile kann der Netzausbau in Deutschland und Europa auf den Prüfstand gestellt werden.“

Am 1. Juni 2012 wollen die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland einen neuen Netzentwicklungsplan vorstellen und in die öffentliche Diskussion einbringen. Stromleitungen in einer Länge von gut 2.500 Kilometer sollen innerhalb Deutschlands nach aktueller Gesetzeslage in den nächsten Jahren aufgerüstet oder neu gebaut werden.

Strommasten Bild: Pixelio / Rainer SturmDie meisten Projekte liegen im Zeitplan bzw. weisen eine absehbare Verspätung auf; hinzu kommen weitere internationale Anbindungen, welche der europäische Zehn-Jahres-Entwicklungsplan vorsieht, sowie die Offshore-Projekte. Kurzfristig gibt es daher keinen dringenden Anlass zur Sorge: „Das Glas ist halbvoll.

Das Stromnetz ist aktuell gut an die Bedürfnisse der Energieerzeuger und - verbraucher angepasst. Bei den derzeit 24 großen Leitungsmodernisierungen oder –neubauprojekten sind wir im Zeitplan zwar etwas hinterher, aber es gibt keine gravierenden Verschiebungen“, sagt Hirschhausen, Mitautor einer neuen Studie des DIW Berlin.

„Selbst wenn es zu Engpässen kommt, wie im Winter 2011/2012, sind die Betreiber der Übertragungsnetze gut darauf vorbereitet.“ Es gibt ausreichend Instrumente, so dass es weder zu Stromausfällen noch zu einer Instabilisierung des Netzes kommt, sagen die DIW-Ökonomen. Das wird ihrer Ansicht nach auch im kommenden Winter so sein, den die Bundesnetzagentur in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern und der Energiewirtschaft gründlich vorbereitet.

„In aller Ruhe können daher deutsche und europäische Pläne für den Netzausbau auf den Prüfstand gestellt werden“, sagt Hirschhausen. Zusammen mit einem Forscherteam hat er drei Szenarien für den Netzausbau untersucht: den Status Quo der aktuellen Ausbaupläne in Deutschland (Energieleitungsausbaugesetz) und Europa (Ten-Year-Network-Development-Plan), eine erhöhte Stromproduktion in Süddeutschland aus Gas, Wind- und Sonnenenergie, und, drittens, den Bau von drei Leitungen für die Hochspannungsgleichstromübertragung mit insgesamt zehn Gigawatt.

In allen drei Szenarien wird eine Dezemberwoche im Jahr 2030 simuliert.

Im ersten Szenario übernehmen die Nord-Süd-Stromleitungen den größten Teil der Stromübertragung. Deutschlandweit müssten rund sieben Prozent des Stroms importiert werden. Im Südszenario zeigt sich, wie bei verstärkter Konzentration der Erzeugungskapazitäten in Süddeutschland der Netzausbaubedarf sinkt.

Vor allem einige Nord-Süd-Leitungen werden entlastet, wenn Kapazitäten zur Stromerzeugung dort gebaut werden, wo der Stromverbrauch groß ist. Die Netto-Stromimportrate Deutschland sinkt in diesem Szenario auf knapp ein Prozent im Jahresdurchschnitt. Im dritten Szenario kann es zu einem lokal stärkeren Ausbaubedarf auf Zuleitungsstrecken führen. Die Importrate liegt in diesem Fall bei 5,6 Prozent.


Quelle: DIW

© Strommasten Bild: Pixelio / Rainer Sturm



GLS Bank


21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild

17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Geologe: An unterirdischer CO2-Speicherung führt kein Weg vorbei

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013