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Stromspeicher: ´Power to Gas` schreitet voran (14.06.2012)

Vor einem Jahr hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft die Strategieplattform Power to Gas initiiert, um die Nutzbarmachung der Speicheroption voranzubringen.

Am 13. Juni wurden auf einer Konferenz in Berlin erste zentrale Ergebnisse vorgestellt. Die Erkenntnisse zu Technologieentwicklung, Wirtschaftlichkeit und Standortfaktoren zeigen Power to Gas als aussichtsreiche Option, um Strom bei Bedarf über längere Zeiträume zu speichern. Gleichzeitig besteht umfassender Forschungs- und Entwicklungsbedarf.

„Wenn in Zukunft erneuerbare Energien die Stromversorgung dominieren, müssen große Mengen Strom langfristig gespeichert werden, um längere Perioden mit wenig Wind und Sonne zu überbrücken“, betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Damit die Energiewende gelingt, müssen wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die entsprechenden Speichertechnologien wie Power to Gas auch zur Verfügung stehen, wenn wir sie brauchen.“

Power to Gas ist eine Speichertechnologie, um erneuerbare Energien in das Energiesystem zu integrieren. Dabei wird überschüssiger Strom, zum Beispiel aus Windkraftanlagen, dazu genutzt, um im Elektrolyseverfahren aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen. Unter Zugabe von Kohlendioxid kann der Wasserstoff in einem zweiten Schritt zu Methangas weiterverarbeitet werden. Das synthetisch erzeugte Erdgas oder auch der Wasserstoff können in der bestehenden Erdgasinfrastruktur langfristig gespeichert und vielfältig verwendet werden – zur Erzeugung von Strom und Wärme oder als Kraftstoff.

Rahmenbedingungen verbessern, Technologien optimieren
Im Rahmen der Konferenz wurden die zentralen Erkenntnisse der Strategieplattform zu Technologieentwicklung, Wirtschaftlichkeit und Standortfaktoren präsentiert. Gleichzeitig wurde eine Erzeugungspfadanalyse des Projekts vorgestellt, die Energieflüsse, Kosten, Wirkungsgrade und CO2-Emissionen des Power-to-Gas-Konzepts in den Anwendungsbereichen Stromerzeugung, Mobilität und Industrie aufzeigt und Standortfaktoren für Anlagen untersucht. Die Ergebnisse der Strategieplattform wurden außerdem in einer Roadmap zusammengefasst und im Rahmen der Konferenz zur Diskussion gestellt.

Die Konferenz zeigte hohes Interesse der energiewirtschaftlichen Akteure an der Systemlösung Power to Gas. Zentrale Ergebnisse sind zum einen die Forderung nach weiterführenden Studien zum Speicherbedarf im Zuge der Energiewende und zur Verbesserung von Marktmechanismen, Investitions- und Rahmenbedingungen für Langzeitspeicher, um einen Einsatz auch in großem Maßstab zu realisieren. Dabei müssen die Entwicklungen auf dem europäischen Strommarkt und die Wechselwirkungen im gesamten Energiesystem berücksichtigt werden. Zum anderen sollten die zur Verfügung stehenden Verfahren zur Erzeugung und Nutzung von Speichergas in Pilot- und in Demonstrationsanlagen weiter erprobt und optimiert werden.

Die dena-Strategieplattform Power to Gas bündelt branchenübergreifend Erkenntnisse im Themenfeld und macht diese über die zentrale Internetplattform nutzbar. Die Informationen sind abrufbar unter www.powertogas.info.

Die dena-Strategieplattform Power to Gas ist ein Zusammenschluss von 19 Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen: BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., BTU – Brandenburgische Technische Universität Cottbus, DVGW – Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., EnBW – Energie Baden-Württemberg AG, E.ON AG, EWE AG, Fraunhofer IWES – Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, GAZPROM Germania GmbH, GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, RWE Deutschland AG, Siemens AG, SolarFuel GmbH, STEAG GmbH, Thüga AG, Verbundnetz Gas AG, Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Volkswagen AG, ZSW – Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg.


Quelle: dena



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