Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Klima & Wirtschaft » Mobilität
Seite empfehlen

Finanzministerium hält Flugsteuer nicht für schädlich (28.05.2012)

Die Luftverkehrsteuer ist seit ihrer Einführung vor anderthalb Jahren ein Zankapfel. Ein internes Papier des Finanzministerium versucht die Kritik der Fluggesellschaften zu entkräften.

Berlin - Die Luftverkehrsteuer hat den Fluggesellschaften aus Sicht des Bundesfinanzministeriums kaum geschadet. Für die These, dass die Steuer für weniger Luftverkehr verantwortlich sei, gebe es keine Belege, argumentiert das Ministerium in einem internen Arbeitspapier, das der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vorliegt.

Deutsche Fluggesellschaften, allen voran Air Berlin, protestieren gegen die Steuer, weil sie den Wettbewerb verzerre. Sie mache es dem Unternehmen noch schwerer, in die Gewinnzone zurückzukehren, kritisierte Vorstandschef Hartmut Mehdorn mehrmals öffentlich.

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte vor wenigen Tagen nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der Luftfahrtbranche Korrekturen an der Steuer nicht ausgeschlossen. Bis Ende Juni will die Regierung für den Bundestag einen Bericht über die Effekte der Steuer erstellen.

Die Luftverkehrssteuer wurde Anfang 2011 eingeführt und soll einen Beitrag zur Haushaltssanierung leisten. Sie wird auf jeden Flug erhoben, der von einem deutschen Flughafen startet. Die Höhe ist gestaffelt nach der Distanz des Fluges. Die Steuersätze wurden zu Jahresbeginn leicht gesenkt. Im Inland und auf Kurzstrecken sind nun 7,50 Euro statt 8 Euro fällig, für Mittelstreckenziele 23,43 Euro und für fernere Ziele 42,18 Euro. Im vergangenen Jahr nahm der Staat 961 Millionen Euro ein, in den ersten vier Monaten 2012 waren es laut Ministerium 265 Millionen Euro.

Die Erwartungen seien damit erfüllt worden, heißt es in dem Arbeitspapier. Umweltverbände kritisieren, die Steuer biete keinen Anreiz, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu verringern. Die Zahl der Fluggäste in Deutschland stieg 2011 im Vergleich zu 2010 um fünf Prozent auf 198,2 Millionen. In dem Positionspapier weist das Finanzministerium auf andere Faktoren hin, die die Unternehmen viel stärker als die Steuer belastet hätten - vor allem der stark gestiegene Kerosinpreis, aber auch die Sicherheits- und Flughafengebühren. Im Jahresdurchschnitt 2011 habe der Kerosinpreis um 40 Prozent höher gelegen als 2010.

Zahlreiche Airlines hätten deshalb «mehrfach den Kerosinzuschlag auf die Ticketpreise erhöhen müssen und diese Kosten auf die Tickets abgewälzt». Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass Fluggäste massenhaft auf grenznahe Flughäfen im Ausland ausweichen, so das Finanzministerium. Es untersuchte eine mögliche Abwanderung von Passagieren zu den niederländischen Flughäfen Eindhoven und Maastricht und fand keine Belege dafür. Allein der damit «verbundene zeitliche und kostenmäßige Mehraufwand» lasse es mehr als zweifelhaft erscheinen, dass Fluggäste wegen der Luftverkehrsteuer von Regionalflughäfen wie Weeze, Köln oder Bremen weggingen.


Quelle: dpa



GLS Bank


22.05.2013

Österreichs Grüne kritisieren Novellierung des Klimaschutzgesetzes

01.-02.06 2013: Umweltfestival in Berlin

EU-Parlament will verpflichtenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix ab 2030

VCD und DUH werfen Autoherstellern vor bei Klimaanlagen zu tricksen

CO2 - Marktbericht vom 22.05.2013

21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild

17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Geologe: An unterirdischer CO2-Speicherung führt kein Weg vorbei

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013