Immer mehr Betriebe planen, in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensumfrage im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)*.
Danach gaben Ende 2011 61 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre Energiekosten über 50.000 Euro im Jahr liegen; bei 12 Prozent betragen sie über 600.000 Euro. 2009 lagen die Anteile noch bei 45 beziehungsweise 8 Prozent.
Der Anteil der Unternehmen, die das Thema Energieeffizienz für sehr wichtig halten, sei von 28 auf 40 Prozent gestiegen. Für 38 Prozent der Unternehmen sei es sehr wahrscheinlich, dass sie in den nächsten zwei Jahren in energiesparende Maßnahmen investieren werden; zwei Jahre zuvor lag der Anteil nur bei 25 Prozent, so eine Mitteilung der dena.
Damit nehme auch Bedarf an Energiespardienstleistungen weiter zu, was ein großes Geschäftsfeld für deutsche Anbieter eröffent, so der Geschäftsführer der dena, Stephan Kohler.
Insbesondere große und energieintensive Unternehmen arbeiten daran, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Über die Hälfte der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern hat bereits ein Energiemanagementsystem eingeführt.
In kleinen und mittleren Unternehmen gibt es hingegen noch große Einsparpotenziale. Hier werden zu wenig Ressourcen für Energieeffizienzfragen eingeplant. Nur rund ein Fünftel verfügt über ein Energiemanagementsystem.
* Im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz befragte die mindline energy GmbH von Oktober bis November 2011 insgesamt 250 technische und wirtschaftliche Entscheidungsträger von Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe zur Bedeutung von Energieeffizienz.

