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Nissan will E-Fahrzeug Leaf für Gewinnung von CO2-Zertifikaten nutzen (12.06.2012)

Der japanische Armaturengigant Toto hat es vorgemacht: Mit seinen energiesparenden Toiletten generiert das Unternehmen mittlerweile CO2-Zertifikate und verkauft diese am Markt. Nissan Motor will nun diesem Vorbild folgen und sein Elektromodell Leaf zu einem Generator von CO2-Zertifikaten machen. Das berichtet die japanische Zeitung Nihon Keizei Shinbun. Für vermiedene CO2-Emissionen könnten die Elektrofahrzeuge CO2-Zertifikate in Höhe des CO2-Ausstoßes von Benzin betriebenen Fahrzeugen erhalten.

Als Wert werden 0,9 Tonnen CO2 pro Jahr und Fahrzeug angegeben. Nissan hat sich bereits mit den Besitzern des Elektrofahrzeuges in Verbindung gesetzt und würde die Zertifikate im Namen aller Leaf-Besitzer entgegennehmen. Der Erlös aus den gebündelten Zertifikaten soll laut Zeitungsbericht an die Green Investment Promotion Organization gehen, die dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) untersteht. Die Leaf-Besitzer, die der Initiative zustimmen, sollen von Nissan in Echtzeit über die CO2-Reduktion durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen informiert werden.

Bis März wurden innerhalb Japans bereits 12.000 Leaf-Elektrofahrzeuge verkauft. Nissan rechnet für dieses Jahr mit CO2-Zertifikaten im Gegenwert von bis zu 10.000 Tonnen. In dieser Zahl seien auch die Modelle einberechnet, die Nissan bis zum Jahresende noch verkaufen will. Die Zertifikate sollen für rund 1.500 Yen (rund 15 Euro) verkauft werden. Der Erlös aus dem Verkauf der Zertifikate - nach Hochrechnungen von Nissan rund 100 Millionen Yen - soll in den Ausbau der Infrastruktur fließen, unter anderem sollen mehr Ladestationen aufgebaut werden, die für einen häufigeren Einsatz von Elektrofahrzeugen wichtig sind. Kleinere und mittlere Unternehmen nutzen das staatliche Anreizprogramm für Elektrofahrzeuge bisher am stärksten. (DJ/sir)


Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews Emissions



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